Bericht


Handball, Landesliga-Süd: SG Waldkirch/Denzlingen – TV St.Georgen 34:32 (18:16)

St.Georgen schrammt an Überraschung vorbei

Der TV St.Georgen war mit dem klaren Ziel in den Breisgau gereist, sich für die heftige Hinspielniederlage zu revanchieren. Vorneweg bleibt festzuhalten, dass die Bergstädter im Rückspiel ein gänzlich anderes Gesicht zeigten und den Gastgebern alles abverlangten. Die Überraschung blieb am Ende dennoch aus. Waldkirch legte vor und St.Georgen zog immer wieder nach. Über 2:2 und 4:4 ging es auf 7:5 für die Gastgeber. Besonders Andreas Fahrländer, am Ende mit 15 Treffern der Matchwinner für seine Farben, machte den Schwarzwäldern schwer zu schaffen. Nach dem zwischenzeitlichen 12:9 kam St.Georgen wieder auf 15:14 heran. Zur Halbzeit führte die SG mit 18:16. Der Halbzeitstand spricht schon für sich. Während es offensiv, sehr gut lief und man insbesondere durch die Tore von Luca Schreiner, Theo Assfalg und Mario Müller Erfolge verbuchen konnte, haperte es in der Defensive. Waldkirch/Denzlingen kam immer wieder zu leichten Toren. Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die Bergstädter dann sogar etwas. Waldkirch verpasste es aber beim 20:16 weiter davonzuziehen. St.Georgen schloss wieder auf. Angetrieben von den inzwischen vom Damenspiel eingetroffenen Schlachtenbummlern, die die zahlreichen Heim-Fans in Sachen Lautstärke um Längen in den Schatten stellten, kamen die Bergstädter zurück in die Partie. Die SG tat sich gegen die offensive Deckung der Schwarzwälder zunehmend schwer. Knapp acht Minuten vor dem Ende traf Luca Schreiner dann zum 29:29-Ausgleich und wenig später sogar zur 29:30 Führung. Die Zuschauer hatten demnach berechtigte Hoffnung auf ein Happy-End. Erik Groh traf abermals zum 30:31, sechs Minuten vor dem Abpfiff. Doch St.Georgen fehlte der Killerinstinkt und so nutze die SG kaltblütig einen Fehlwurf und ein unpräzises Anspiel der Gäste zum 33:31. Am Ende musste man eine bittere 34:32 Niederlage hinnehmen. Am Ende des Tages muss man erkennen, dass man auswärts beim Tabellendritten lange die Hand an einem Punktgewinn hatte. In der Endabrechnung sind 34 Gegentore aber einfach zu viel. Hier schmerzen vor allem die Ausfälle von Louis Struß und Thule Laabs in den zentralen Deckungspositionen. Gleichzeitig leistete man sich im Angriff insgesamt zwar wenige Fehler, jedoch immer wieder in psychologisch unglücklichen Momenten. Für die Bergstädter gab es am Abend dennoch eine positive Nachricht. Durch die Ergebnisse der Konkurrenten kann man nicht mehr auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen. Dennoch will man am kommenden Samstag, im letzten Heimspiel unbedingt die HU Freiburg schlagen.

T. Assfalg 9, Müller 7, Schreiner 9/3, Groh, P. Assfalg je 2, Hüther 3