Bericht


Handball, Landesliga-Süd: SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen 28:28 (14:11)

Punkteteilung im Bruder-Duell

Der TV St.Georgen hat im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren, wichtigen Punkt verbuchen können. Gleichermaßen verpasste es die Truppe von Lukas Holzmann und Jürgen Herr gegen die Seeadler beide Punkte mitzunehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen am Allensbacher Riesenberg rechneten die Bergstädter mit einem harten Stück Arbeit. St.Georgen tat sich von Beginn an schwer und kam kaum zu zwingenden Torchancen. In den ersten neun Spielminuten traf man nur zwei Mal. Nach dem 4:2 glichen die Bergstädter zwar wieder zum 4:4 aus, Allensbach ging dann aber wieder mit 8:5 in Führung. Das Prunkstück der Bergstädter, die Defensive, wollte nicht zur vollen Entfaltung kommen. Die heimische SG kam immer wieder zu Lösungen oder profitierte gleichermaßen auch immer wieder von den Fehlern des TVS. Insbesondere Tim Dzialoszynski machte den Bergstädtern mit seinen Treffern per Tempogegenstoß oder von Linksaußen das Leben schwer. Beim Spielstand von 11:7 gingen bereits sechs Treffer auf sein Konto. Zur Halbzeit konnte der TVS dann aber durch Treffer von Luca Schreiner und zwei Mal Thule Laabs, immerhin den Anschluss herstellen. Mit 14:11 wurden dann die Seiten gewechselt. Ein St.Georgener Sturmlauf blieb dann aber zunächst aus. Statt wie besprochen aus der eigenen Defensive heraus ins Tempospiel zu kommen und kontinuierlich den Rückstand aufzuholen, rannte man weiter in Fehler und sah beim 17:11 die eigenen Felle langsam, aber sicher davon schwimmen. Besonders der Allensbacher Torhüter Matteo Czeslik spielte immer wieder den Spielverderber für die Schwarzwälder. Dann ging aber ein Ruck durch die Mannschaft. Besonders die Defensive machte der SG nun zu schaffen und St.Georgen kam immer wieder zu Ballgewinnen. Thule Laabs glich in der 44. Spielminute erstmals wieder aus. Anschließend leisteten sich die Bergstädter wieder Fehler und Allensbach ging wieder mit 24:21 in Führung. Ein letztes Mal bäumte sich der TVS aber dann auf. Jonas Hüther und drei Mal Luca Schreiner drehten die Partie von 27:24 auf 27:28 für St.Georgen und die gut 40 mitgereisten Schlachtenbummler der schwarz-gelben hatten doch noch berechtigte Hoffnung auf ein Happy-End. Luca Wilke tankte sich 50 Sekunden vor dem Ende durch und traf zum 28:28. Dass St.Georgen dann trotz eigener Auszeit nicht mehr zu einer Torchance kam, Allensbach den Ballgewinn binnen Sekunden wegwarf und St.Georgen dann auch den sich daraus ergebenen Konter nicht erfolgreich zu Ende bringen konnte, war dann bezeichnend dafür, dass die Partie vielleicht einfach keinen Sieger verdient hatte. St.Georgen muss den Grund für den Punktverlust vor allem in den ersten 40 Spielminuten suchen, als man sowohl emotional, als auch spielerisch nicht auf der Höhe war. Zieht man die Fehler aus dieser Phase heran und macht sich bewusst, dass man dort mit 17:11 vermeintlich schon aussichtslos zurück lag, ist der Spielausgang, auch wenn man am Ende die Chance auf einen Sieg hatte, sicherlich ein gewonnener Punkt. Berechtigterweise ärgerte sich Niklas Holzmann, Trainer der SG, mehr über den vergebenen Punkt als sein zwei Jahre älterer Bruder Lukas. Die Landesliga-Süd bleibt damit das Kuriosum schlechthin. St.Georgen steht auf Platz acht nur zwei Punkte und damit einem Sieg, entfernt von Tabellenplatz vier. Gleichzeitig hat man auf die potenziellen Abstiegsränge nur vier, respektive fünf Punkte Vorsprung und hat damit vier Tage vor dem Saisonende, zumindest rechnerisch den Klassenerhalt noch nicht eingetütet. Immerhin den direkten Vergleich gegenüber der SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen hat man gewonnen. Betrachtet man das Restprogramm der Konkurrenz, benötigen die Bergstädter in den letzten vier Spielen noch mindestens einen Sieg für den sicheren Klassenerhalt. Umgekehrt, macht die Betrachtung von nur einer Niederlage in den letzten sechs Spielen auch mit für ein erfolgreiches Saisonfinale.

Schreiner 10/7, T. Assfalg 8/1, Laabs, Hüther je 3, Groh 2, Jerke, P. Assfalg je 1